Der fettige Hauttyp ist mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Die üblichen Beschwerden und Indikatoren sind eine rau wirkende Haut mit sichtbar vergrößerten Poren und einem fettigen, ungesund aussehenden Schimmer. Dieser ölige Film, häufige Hautunreinheiten und Mitesser sind Folgen der übermäßigen Talgproduktion. Die genetisch bedingten überempfindlichen Rezeptoren reagieren meist auf den geringsten Reiz hormoneller Signale, welche dann die Talgproduktion ankurbeln.

Eine korrekte Reinigung der Gesichtshaut, vor allem in der meist stark betroffenen T-Zone, ist das effektivste Mittel um den negativen Folgen der übermäßigen Talgproduktion entgegenzusteuern. Bei Kosmetikprodukten ist unbedingt darauf zu achten, dass diese für den fettigen Hauttyp geeignet sind. Reinigungsschaums und schonende, mechanische Peelings befreien die Haut von Schmutz und überschüssigen Hornzellen, die die Talgdrüsen verstopfen. Wichtig ist es, die Haut nicht zu häufig und zu aggressiv mit Peelings zu reizen. Anschließend sollte eine pflegende und antibakterielle Creme aufgetragen werden, die der Haut genügend Feuchtigkeit spendet und ihr bei der Regeneration hilft. Viele auf den Hauttyp spezialisierte Pflegeprodukte enthalten Pigmente, die den fettigen Glanz abschwächen und somit einen ‚matten‘ Look generieren. Fetthaltige Salben und Cremes sollten vermieden werden, da diese das Problem weiter verschlimmern.

Durch die übermäßige Produktion von Fett wird das Gleichgewicht des natürlichen Säureschutzmantels geschwächt, wodurch Bakterien leichter in die Haut eindringen und schmerzhafte Entzündungen entstehen können. Daher empfehlen sich besonders Inhaltsstoffe mit antibakterieller Wirkung, wie z.B. Kamille.

Besonders Frauen sollten darauf achten, nicht zu viel Make-up aufzutragen, auch wenn das Verlangen ist, unschöne Hautunreinheiten und Pickel zu verdecken. Zum einen lässt dick aufgetragenes Make-up die Haut nicht atmen, und zum anderen trägt es dazu bei, die Talgdrüsen zu verstopfen.

Auch wenn der fettige Hauttyp sehr problematisch ist und viele negative Aspekte besitzt, so hat er zumindest auch eine gute Seite: Durch den fettigen Schutzfilm ist man stärker gegen Faltenbildung gewappnet.